Heimordnung

Präambel

Erläuterungen

Kapitel 1 - Geltungsbereich

Kapitel 2 - Organe der Heimselbstverwaltung

Kapitel 3 - Die Etagenversammlung

Kapitel 4 - Der Etagensprecher

Kapitel 5 - Die Etagensprecherversammlung

Kapitel 6 - Der Heimsprecher

Kapitel 7 - Die Heimsprecherversammlung

Kapitel 8 - Die Gesamtetagensprecherversammlung

Kapitel 9 - Der Finanzbeirat

Kapitel 10 - Der Etagenrat

Kapitel 11 - Finanzen und Heimkasse

Kapitel 12 - Feiern und Lärmbelästigung

Kapitel 13 - Gemeinschaftseinrichtungen

Kapitel 14 - Besucher und Gäste

Kapitel 15 - Wahlen

Kapitel 16 - Änderungen der Heimordnung

Kapitel 17 - Regelung für Haus 1

Kapitel 18 - Hausversammlung

Kapitel 19 - Im Wohnheim ansässige Vereine

Kapitel 20 - Salvatorische Klausel


Präambel

In unserem Wohnheim wohnen auf relativ engem Raum knapp 500 Studenten. Das Leben und Wohnen unterscheidet sich nicht nur durch die räumliche Etage und das etagenweise Zusammenfassen von Zimmern beträchtlich vom Wohnen in einem 'normalen' Mietshaus. Das Wohnheim ist und soll kein Altenheim sein, genauso wenig wie es ein Kindergarten und ein Tollhaus sein soll. Man sollte nicht neben- oder gar gegeneinander leben, sondern miteinander. Dies erfordert als natürliche Voraussetzung eine gegenseitige Rücksichtnahme aller aufeinander. Da die Vorstellungen der Heimbewohner zu bestimmten Punkten je nach eigener Vorstellung zum Teil erheblich differieren können, soll diese Heimordnung dazu beitragen, das Miteinander in geordnete Bahnen zu lenken. Jeder Heimbewohner, der irgendwelche Probleme mit seinen Mitbewohnern hat, sollte sich nicht scheuen, sich an seinen Etagensprecher, seinen Heimsprecher oder den Etagenrat seines Hauses zu wenden. Gemeinsam lässt sich sicherlich eine Lösung finden!


Erläuterungen

  1. Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt ein.
  2. Wenn in der Heimordnungvon dem "Semester" die Rede ist, bezieht sich dies auf das Semesterder Technischen Universität Braunschweig.
  3. Verwendete Abkürzungen:
    ES
    Etagensprecher
    ESV
    Etagensprecherversammlung
    FR
    Finanzbeirat
    GESV
    Gesamtetagensprecherversammlung
    HO
    Heimordnung
    ER
    Etagenrat
    HS
    Heimsprecher
    HSV
    Heimselbstverwaltung

    Kapitel 1 - Geltungsbereich

    §1 Geltungsbereich
    1. Diese Heimordnung (HO) gilt für alle Heimbewohner im Studentenwohnheim "An der Schunter" des Studentenwerks OstNiedersachsen(StwON).
    2. Die HO ist Grundlage der studentischen Heimselbstverwaltung (HSV) und regelt das Gemeinschaftsleben im Wohnheim
    3. Heimbewohner im Sinne dieser HO ist jeder Student, der einen gültigen Mietvertrag des StwONs besitzt.
    §2 Inkrafttreten
    1. Diese Heimordnung tritt am 25.01.2016 in Kraft.
    2. Mit dem Inkrafttreten dieser Heimordnung verlieren alle anderen Heimordnungen ihre Gültigkeit.


    Kapitel 2 - Organe der Heimselbstverwaltung

    §3 Die Organe
    Die Organe der HSV sind:
    1. die Etagensprecher und deren Stellvertreter (ES und stES)
    2. die Heimsprecher und Vize-Heimsprecher (HS und VHS)
    3. die Etagenversammlung
    4. die Etagensprecherversammlung (ESV)
    5. die Gesamtetagensprecherversammlung (GESV)
    6. die Heimsprecherversammlung (HS-Vers)
    7. der Etagenrat (ER)
    8. der Finanzbeirat (FB)
    9. der Kassenwart
    10. die Kassenprüfer
    11. die Hausversammlung (HV)
    12. die GESV-Abgeordneten Haus 1
    §4 Verantwortlichkeit der Organe
    Alle gewählten Organ der HSV sind ausschließlich denjenigen Gremien verantwortlich, die sie gewählt haben.
    §5 Mitgliedsvoraussetzung
    Mitglieder der HSV können nur Heimbewohner sein.


    Kapitel 3 - Die Etagenversammlung

    §6 Aufgaben
    Die Etagenversammlung beschließt in allen Angelegenheiten, die die Etage betreffen. Insbesondere wählt sie den Etagensprecher und den stellvertretenden Etagensprecher sowie weitere Helfer für notwendige Etagenaufgaben.
    §7 Zusammensetzung
    1. Die Etagenversammlung ist die Zusammenkunft aller zum jeweiligen Zeitpunkt auf der Etage wohnenden Heimbewohner.
    2. Die Etagenversammlung ist generell heimöffentlich. Auf Antrag kann sie die Bewohner einer anderen Etage von der Versammlung ausschließen.
    §8 Einberufung
    1. Die Etagenversammlung findet spätestens vier Wochen nach Vorlesungsbeginn eines jeden Semesters statt. Sie wird vom Etagensprecher geleitet und von ihm mindestens drei Tage vorher (Samstag und Sonntag nicht mitgezählt) mit der Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte einberufen. Sofern keine Etagenversammlung innerhalb der Frist stattgefunden hat, ist die Etagenversammlung durch den Heimsprecher des entsprechenden Hauses einzuberufen und wird bis zur Wahl des ES durch den Heimsprecher geleitet.
    2. Wenn es der ES für nötig hält, können weitere Etagenversammlungen innerhalb von drei Tagen (wie oben) mit Angabe der Tagesordnungspunkte einberufen werden.
    3. Auf schriftlichen Antrag, der auch die zu behandelnden Tagesordnungspunkte enthalten muss, von mindestens einem Viertel der Heimbewohner einer Etage, muss eine außerordentliche Etagenversammlung vom ES innerhalb von drei Tagen (wie oben) einberufen werden.
    4. Beschlüsse der Etagenversammlung, die in kürzerer Frist einberufen worden sind, können von jedem Etagenmitglied innerhalb einer Woche nach Veröffentlichung des Protokolls angefochten werden. Sie bedürfen dann einer Bestätigung auf einer ordentlichen Etagenversammlung.
    §9 Arbeitsweise
    1. Die Etagenversammlung ist bei der Anwesenheit von mindestens der Hälfte ihrer Mitglieder beschlussfähig. Der stES führt über die Versammlung ein Protokoll, das innerhalb einer Woche danach auf der Etage veröffentlicht wird.
    2. Die Etagenversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Hiervon ausgenommen sind Wahlen und finanzieller Beschlüsse über Gelder freiwilliger Kassen. Für die Wahlen ist Kapitel 15 anzuwenden. Finanzielle Beschlüsse werden mit absoluter Mehrheit gefasst.
    3. Beschlüsse, die die Etagenmitglieder finanziell belasten, sind nicht statthaft und daher ungültig.
    4. Ist die Etagenversammlung durch besondere Umstände (z.B. vorlesungsfreie Zeit) nicht beschlussfähig, bedürfen ihre vorläufigen Beschlüsse der nachträglichen Bestätigung einer beschlussfähigen Etagenversammlung.


    Kapitel 4 - Der Etagensprecher

    §10 Aufgaben
    1. Der Etagensprecher (ES) vertritt die Interessen der Heimbewohner seiner Etage gegenüber dem Wohnheim und der HSV. Seine Aufgaben sind insbesondere: Einberufung und Leitung der Etagenversammlung, Teilnahme an der ESV und der GESV sowie die Information der Etagenmitglieder über Beschlüsse der HSV.
    2. Der stellvertretende Etagensprecher unterstützt den ES bei seiner Arbeit und vertritt ihn während seiner Abwesenheit. Er führt auf der Etagenversammlung Protokoll (siehe §9.A).
    3. Sind ES und stES länger als zwei Woche abwesend, benennt einer von beiden für die Zeit der Abwesenheit ein Etagenmitglied mit dessen Zustimmung zum Vertreter. Dies ist der Etage mitzuteilen.
    §11 Wahlmodus, Abwahl, Amtszeit, Rücktritt
    Diese Fragen werden im Kapitel 15: Wahlen geregelt.


    Kapitel 5 - Die Etagensprecherversammlung

    §12 Aufgaben
    1. Die Etagensprecherversammlung (ESV) beschließt in allen Angelegenheiten, die das jeweilige Haus betreffen. Insbesondere wählen sie den Heimsprecher und den Vize-Heimsprecher des Hauses.
    2. Die ESV kann, außer den in §12.A genannten Ämter, weitere Ämter und Ausschüsse bilden.
    §13 Zusammensetzung
    1. Die ESV ist die Vertretung der Heimbewohner eines Hauses.
    2. Stimmberechtigt in der ESV sind die Etagensprecher und ihre Stellvertreter, sowie der Heimsprecher und der Vize-Heimsprecher des jeweiligen Hauses. Somit gibt es 20 Stimmberechtigte. Sind der ES und / oder der stES verhindert, wird die Etage durch ein anderes vom ES oder stES bevollmächtigtes Etagenmitglied vertreten.
    3. Die ESV ist generell heimöffentlich. Auf Antrag kann sie die Heimbewohner der beiden anderen Häuser von der Teilnahme ausschließen.
    §14 Einberufung
    1. Die ESV findet spätestens fünf Wochen nach Vorlesungsbeginn eines jeden Semesters statt. Sie wird vom Heimsprecher unter Angabe der Tagesordnungspunkte mindestens eine Woche vorher durch Aushang am HSV-Info-Brett (neben dem Fahrstuhl) einberufen.
    2. Wenn der HS es für nötig hält, können weitere ESV'n nach der Prozedur von §14.A einberufen werden.
    3. Bei vorzeitigem Rücktritt von HS und / oder VHS oder auf schriftliches Verlangen (mit Angabe der Tagesordnungspunkte) von mindestens einem Viertel der Stimmberechtigten muss eine außerordentliche ESV innerhalb einer Woche vom HS einberufen werden.
    4. Sofern keine ESV in den fünf Wochen nach Vorlesungsbeginn stattgefunden hat, muss innerhalb einer Woche nach Bekanntwerden dieser Tatsache eine ESV durch die zwei verbliebenden HS der beiden anderen Häuser einberufen werden.
    §15 Arbeitsweise
    1. Die ESV ist bei Anwesenheit von mindestens 8 Stimmberechtigten beschlussfähig. Sie wird vom HS geleitet. Der VHS führt über die Versammlung ein Protokoll, das eine Woche später am HSV-Info-Brett des jeweiligen Hauses veröffentlicht wird.
    2. Die ESV fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Hiervon ausgenommen sind Wahlen. Für Wahlen ist das Kapitel 15 anzuwenden.
    3. Die ESV kann keinerlei finanzielle Beschlüsse fassen.
    §16 Vorläufige Beschlüsse
    Die ESV kann keine vorläufigen Beschlüsse fassen. Ist sie beschlussunfähig, beruft der HS eine Woche später eine neue ESV ein. Diese ist beschlussfähig, unabhängige von der Anzahl der erscheinenden Stimmberechtigten.


    Kapitel 6 - Der Heimsprecher

    §17 Aufgaben
    1. Der Heimsprecher (HS) vertritt die Interessen der Heimbewohner seines Hauses gegenüber dem StwON, den Hochschulen, der Öffentlichkeit und den beiden anderen Häusern des Wohnheims.
    2. Seine Aufgaben sind insbesondere:
      1. Information der Heimbewohner über Belange des Wohnheimes und Beschlüsse der HSV.
      2. Einberufung und Leitung des ESV.
      3. Einberufung von Etagenversammlungen nach §8.A
      4. Schlichtungsversuche bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Heimbewohnern, bevor diese im Etagenrat verhandelt werden.
      5. Einberufung einer Etagenratsverhandlung.
      6. In Zusammenarbeit mit den anderen Heimsprechern: Einberufung und Leitung der GESV.
      7. Er achtet auf die Einhaltung der Heimordnung in seinem Haus.
    3. Der Vize-Heimsprecher (VHS) unterstützt den HS in allen Punkten seiner Arbeit und vertritt ihn während seiner Abwesenheit. Der VHS führt auf der ESV Protokoll (siehe §15.A).
    4. Die ESV beschließt über die Art einer eventuellen Anerkennung für den Heimsprecher und den Vize-Heimsprecher.
    §18 Wahlmodus, Abwahl, Amtszeit, Rücktritt
    1. Der HS und der VHS werden von den Mitgliedern des ESV gewählt. Jeder Heimbewohner des jeweiligen Hauses hat das Recht auf Kandidatur für diese Ämter. Die Amtszeit der Heimsprecher beträgt zwei Semester.
    2. Alles weitere regelt das Kapitel 15: Wahlen


    Kapitel 7 - Die Heimsprecherversammlung

    §19 Aufgaben
    1. Die Heimsprecherversammlung (HS-Vers) berät und beschließt über aktuelle Fragen des Wohnheimes; längerfristige Regelungen beschließt die GESV. Die HS-Vers vertritt die Interessen der Heimbewohner gegenüber dem StwON, den Hochschulen und der Öffentlichkeit.
    2. Sofern es die Heimsprecherversammlung oder die GESV für erforderlich halten, können diese einen der eingetragenen Vereine gemäß Kapitel 19: Im Wohnheim ansässige Vereine beauftragen, in speziellen Fällen die Interessen der Wohnheimbewohner zu vertreten.
    §20 Zusammensetzung
    Die HS-Vers setzt sich aus den drei Heimsprechern und den drei Vize-Heimsprechern zusammen. Alle Mitglieder der HS-Vers sind untereinander gleichberechtigt.
    §21 Arbeitsweise
    1. Die HS-Vers trifft sich in zweckmäßigen Abständen, jedoch mindestens zweimal pro Semester. Die voraussichtlichen Themen der jeweiligen Sitzung werden vorher am HSV-Info-Brett (neben dem Fahrstuhl) eines jeden Hauses bekannt gegeben, so dass interessierte Heimbewohner die Möglichkeit zur Teilnahme an der Sitzung gegeben wird.
    2. Die Sitzungen der HS-Vers sind generell heimöffentlich.
    3. Die HS-Vers ist beschlussfähig, wenn mindestens vier ihrer Mitglieder anwesend sind, davon aus jedem Haus wenigstens einer. Die HS-Vers beschließt mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.
    4. Über die Beschlüsse der HS-Vers fährt ein Mitglied Protokoll. Diese Protokolle werden im HSV-Büro aufbewahrt. Mindestens einmal im Semester hat die HS-Vers einen zusammenfassenden Bericht ihrer Arbeit auf der GESV zu veröffentlichen.


    Kapitel 8 - Die Gesamtetagensprecherversammlung

    §22 Aufgaben
    1. Die Gesamtetagensprecherversammlung (GESV) beschließt in allen Angelegenheiten, die alle drei Häuser betreffen und von der HS-Vers nicht geregelt werden können. Insbesondere wählt die GESV die Mitglieder des Finanzbeirates (siehe Kapitel 9), den Kassenwart und die Kassenprüfer (siehe Kapitel 11).
    2. Dies GESV ist für die Erteilung von Entlastungen der Heimsprecher und des Kassenwarts zuständig.
    3. Die GESV kann, außer den in §22.A genannten Ämter, weitere Ämter und Ausschüsse bilden.
    §23 Zusammensetzung
    1. Mitglieder der GESV sind alle Etagensprecher mit ihren Stellvertretern und die Heimsprecher sowie die Vize-Heimsprecher und die GESV-Abgeordneten aus Haus 1.
    2. Die GESV ist heimöffentlich.
    §24 Einberufung
    1. Die GESV findet spätestens vier Wochen vor Vorlesungsende statt. Sie wird von der HS-Vers unter Angabe der Tagesordnungspunkte mindestens eine Woche vorher durch Aushang am HSV-Info-Brett eines jeden Hauses einberufen.
    2. Wenn die HS-Vers es für nötig hält, können weitere GESV'n nach der Prozedur von §24.A einberufen werden.
    3. Auf schriftliches Verlangen (mit Angabe der Tagesordnungspunkte) von mindestens einem Viertel der Mitglieder findet eine GESV innerhalb von 14 Tagen statt.
    4. Zu jeder GESV sind außer den Mitgliedern zu laden:
      1. Die Vorstände der im Wohnheim ansässigen Vereine
    §25 Arbeitsweise
    1. Jede Etage hat auf der GESV eine Stimme, die entweder vom ES oder stES abgegeben wird. Die GESV-Abgeordneten aus Haus 1 haben jeweils eine Stimme. Die beiden Heimsprecher eines jeden Hauses haben ebenfalls eine Stimme, die vom HS abgegeben wird.
    2. Die GESV hat somit 27 Stimmberechtigte. Sie ist beschlussfähig, wenn wenigstens 15 Stimmberechtigte anwesend sind, davon aus jedem Haus wenigstens 4.
    3. Die GESV beschließt mit einfacher Mehrheit. Hiervon ausgenommen sind Wahlen und finanzielle Beschlüsse. Für Wahlen ist das Kapitel 15 anzuwenden. Finanzielle Beschlüsse bedürfen einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.
    4. Ein Heimsprecher führt Protokoll. Dieses ist spätestens nach 10 Tagen zu veröffentlichen.
    §26 Vorläufige Beschlüsse
    Die GESV kann keine vorläufigen Beschlüsse fassen. Ist sie beschlussunfähig, beruft die HS-Vers eine Woche später eine neue GESV ein. Diese ist beschlussfähig, unabhängig von der Anzahl der erscheinenden Stimmberechtigten.


    Kapitel 9 - Der Finanzbeirat

    §27 Aufgaben
    1. Der Finanzbeirat (FB) ist ein unabhängiges Gremium der HSV zur Förderung der Kommunikation zwischen der Geschäftsleitung des StwONs und dem Wohnheim "An der Schunter".
    2. Der Finanzbeirat überprüft die Jahresabrechnung des StwONs für das Wohnheim. Er wirkt ferner bei der Jahresplanung für das nächste Jahr mit. Der FB fordert das Studentenwerk auf, am Ende eines jeden Wintersemesters die Zahlen der Jahresabrechnung, aufgeschlüsselt in die einzelnen Positionen, jedem Heimbewohner schriftlich mitzuteilen. Sollte das StwON dieser Aufforderung nicht nachkommen, so teilt der FB diese Zahlen den Heimbewohnern mit.
    3. Der FB informiert sich über geplante Investitionen des StwONs im Wohnheim und gibt die Informationen durch Aushang an die Heimbewohner weiter. Dazu gehören neben Neuanschaffungen und Erneuerungen auch gestalterische Veränderungen der Etagen oder des Geländes.
    §28 Zusammensetzung, Amtszeit
    1. Der FB besteht aus zwei Heimbewohnern.
    2. Jedes Semester wird ein neues Mitglied des FB von der GESV auf ein Jahr als Finanzbeirat gewählt. Der Modus des Kapitel 15: Wahlen ist dabei anzuwenden.
    3. Die Amtszeit beginnt am 1. Mai bzw. am 1. November.


    Kapitel 10 - Der Etagenrat

    §29 Aufgaben
    Der Etagenrat (ER) ist ein unabhängiges Gremium der HSV. Er behandelt Verstöße von Heimbewohnern gegen die Heimordnung.
    §30 Zusammensetzung
    1. Jede Etage besitzt einen eigenen Etagenrat.
    2. Alle Mitglieder einer Etage sind Mitglieder im Etagenrat.
    3. Jeweils die Heimsprecher der nichtbeteiligten Häuser können als nichtstimmberechtigte Schlichter eingeladen werden.
    §31 Arbeitsweise
    1. Die Verhandlungen des Etagenrates, bei denen alle Beteiligten Gelegenheit haben müssen, ihren Standpunkt zu vertreten, sind nicht öffentlich.
    2. Von der Verhandlung des ER wird ein Protokoll angelegt, das geheim zu halten ist. Auf ausdrücklichen Wunsch kann ein Beschuldigter das Protokoll seiner Verhandlung veröffentlichen. Die Protokolle werden mindesten fünf Jahre im HSV-Büro unter Verschluss aufbewahrt.
    3. Der ER kann gegenüber Etagenbewohnern Verwarnungen aussprechen. Die zweite Verwarnung innerhalb einer vom Etagenrat in jedem Verfahren festzulegenden Frist, maximal jedoch 12 Monate, zieht die Empfehlung zur Kündigung durch das StwON nach sich. In besonders schweren Fällen kann der Etagenrat mit der ersten Verwarnung dem StwON die (sofortige) Kündigung des betreffenden Etagenbewohners empfehlen.
    4. Der Etagenrat ist nur bei der Anwesenheit von zwei Drittel der Etagenbewohner beschlussfähig. Er fasst seine Beschlüsse über Verwarnungen mit Mehrheit, Beschlüsse zur (sofortigen) Kündigung mit einer Mehrheit von 90%.
    5. Verwarnungen und Empfehlungen zur (sofortigen) Kündigung sind dem Betroffenen mit Begründung spätestens nach 48 Stunden schriftlich mitzuteilen.
    6. Eine Verwarnung, die zur sofortigen Kündigung führt, bzw. die Empfehlung zur (sofortigen) Kündigung wird dem StwON unter Angabe von Gründen schriftlich mitgeteilt.
    §32 Beantragung eines ER-Verfahrens
    1. Jeder Etagenbewohner kann ein Etagenratsverfahren gegen einen oder mehrere andere Etagenbewohner bei seinem Etagensprecher oder Heimsprecher beantragen.
    2. Der Antrag muss schriftlich binnen einer Woche nach dem Vorfall gestellt werden. Er sollte möglichst genaue Angaben über den Vorfall enthalten und nach Möglichkeit auch Zeugen benennen. Der ES bzw. der HS informiert unverzüglich nach Eingang des Antrags den Beschuldigten schriftlich über alle Punkte, die ihm in dem Antrag vorgeworfen werden. Vor Beantragung des Verfahrens muss sich der Betroffene beim ES oder HS um eine Schlichtung bemühen.
    3. Nach Eingang des Antrages unternehmen der ES und der HS binnen zwei Wochen zwei Schlichtungsversuche mit allen beteiligten Parteien und leiten wenn nötig das Verfahren ein.


    Kapitel 11 - Finanzen und Heimkasse

    §33 Heimkasse
    1. Das Geld der Heimkasse dient zur Deckung der Kosten für Info- und Büromaterial. Ãœber die Finanzierung von Veranstaltungen des Semesterprogramms und über die Anschaffungen im Wohnheim, die allen Heimbewohnern nützen, entscheidet die GESV.
    2. Kassenwart. Die GESV wählt aus ihrer Mitte einen Kassenwart, der die Heimkasse verwaltet. Die Heimkasse wird jedes Semester von den Kassenprüfern geprüft. Der Kassenwart veröffentlicht jedes Semester einen Kassenbericht, welcher auf der GESV vorgestellt werden muss.
    §34 Finanzielle Belastungen von Heimbewohnern
    Kein Organ oder Gremium ist befugt, Beschlüsse zu fassen, die die Heimbewohner finanziell belasten.
    §35 Kassenprüfer
    1. Jedes Semester wählt die GESV zwei Kassenprüfer. Der Wahlmodus des [Kapitel 15 : Wahlen] findet hier Anwendung. Die Amtszeit der Kassenprüfer beträgt ein Semester. Wiederwahl ist möglich.
    2. Die Kassenprüfer prüfen einmal im Semester die Heimkasse und erstattetn der GESV Bericht.
    3. Auf Basis des Berichtes der Kassenprüfer entscheidet die GESV über die Entlastung der Heimsprecher und des Kassenwarts.


    Kapitel 12 - Feiern und Lärmbelästigung

    §36 Lärmbelästigungen
    Lärmbelästigungen anderer Heimbewohner sind zu vermeiden.
    §37 Nachtruhe
    Täglich herrscht in der Zeit von 22 Uhr bis 8 Uhr auf den Etagen einschließlich der Gemeinschaftseinrichtungen und auf dem Wohnheimgelände Nachtruhe.
    §38 Feiern
    1. Für Feiern und lebhafte Zusammenkünfte stehen die Räume des Clubhauses zur Verfügung. Näheres regelt die Clubhausbenutzungsordnung.
    2. Für Feiern auf den Etagen bieten sich Freitage, Samstage und Tage vor Feiertagen an.


    Kapitel 13 - Gemeinschaftseinrichtungen

    §39 Etagengemeinschaftsräume
    Die Etagengemeinschaftsräume stehen den Heimbewohnern einer Etage und ihren Gästen zur Freizeitgestaltung zur Verfügung.
    §40 Clubhaus
    Die Einrichtungen des Clubhauses stehen allen Heimbewohnern und ihren Gästen zur Freizeitgestaltung und zu Veranstaltungen zur Verfügung. Die Benutzung wir durch die Clubhausbenutzungsordnung geregelt.
    §41 Kraftfahrzeug- und Fahrradverkehr
    Auf dem gesamten Wohnheimgeländer gilt die StVO. Parkverbote durch Schilder und Sperrflächen sind zu beachten. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich auf dem Gelände so verhalten, dass eine Gefährdung oder Behinderung anderer ausgeschlossen ist.


    Kapitel 14 - Besucher und Gäste

    §42 Verhalten von Gästen
    Jeder Heimbewohner ist für das Verhalten seiner Gäste bezüglich der Heimordnung verantwortlich.
    §43 Zwischen-/Untervermietung von Zimmern
    Die Vermietung des eigenen Zimmers ist ausschließlich durch das StwON möglich.


    Kapitel 15 - Wahlen

    §44 Allgemeines
    Alle Wahlen sind gleich und auf Wunsch geheim.
    §45 Wahlmodus
    Sofern die Heimordnung nichts anderes bestimmt, benötigen die Kandidaten die 2/3 Mehrheit der anwesenden Wahlberechtigten. Wenn nach dem zweiten Wahlgang kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erhält, wird zwischen den beiden Kandidaten mit der höchsten Stimmzahl eine Stichwahl durchgeführt. Hierbei entscheidet die einfache Mehrheit.
    §46 Amtszeit, Wiederwahl
    Sofern an den entsprechenden Stellen der HO nicht anders festgelegt, beträgt die Amtszeit aller Mitglieder der HSV ein Semester. Wiederwahl ist möglich.
    §47 Abwahl
    Die Abwahl eines Mitgliedes der Heimselbstverwaltung (HSV) ist nur konstruktiv möglich.
    §48 Rücktritt / Verlust der Mitgleidschaft
    Bei Rücktritt eines Mitgliedes der Heimselbstverwaltung (HSV) ist dieses verpflichtet, bis zum nächstmöglichen Termin, zu dem sein Nachfolger gewählt werden kann, seine Aufgaben weiter zu führen. Ist ein Mitglied der HSV nicht länger Heimbewohner im Sinne von §1.C ist eine außerordentliche Versammlung der zu wählenden Organs einzuberufen. Hierbei sind die Ladungsfristen für außerordentliche Versammlungen einzuhalten.
    §49 Abstimmungsmodi
    1. Einfache Mehrheit - Einfache Mehrheit bedeutet, dass die Zahl der Ja-Stimmen die Zahl der Nein-Stimmen übersteigt.
    2. Absolute Mehrheit - Ein Antrag, für den die absolute Mehrheit erforderlich ist, ist angenommen, wenn die Anzahl der Ja-Stimmen größer ist als die Hälfte der Zahl aller Stimmberechtigten, also auch der Abwesenden.
    3. Die 2/3 Mehrheit - Bei der 2/3 Mehrheit muß die Zahl der Ja-Stimmen mindestens doppelt so groß sein, wie die Zahl der Nein-Stimmen.
    §50 Vereinfachter Abstimmungsmodus
    1. Erfolgt zu einem Antrag keine Gegenrede, so ist er ohne Abstimmung angenommen. Die Gegenrede kann rein formell ohne Begründung erfolgen.
    2. Dieser Abstimmungsmodus ist bei Wahlen und finanziellen Belangen nicht anzuwenden.


    Kapitel 16 - Änderungen der Heimordnung

    §51 Änderung der HO
    Eine Änderung der Heimordnung wird von der GESV mit 2/3 Mehrheit beschlossen.


    Kapitel 17 - Regelung für Haus 1

    §52 Integration in die Heimordnung
    1. In Haus 1 gelten die Kapitel 3, 4 und 5 nicht. Kapitel 18 gilt nur für Haus 1.


    Kapitel 18 - Hausversammlung

    §53 Aufgaben
    1. Die Hausversammlung (HV) beschließt in allen Angelegenheiten, die das jeweilige Haus betreffen. Insbesondere wählen sie den Heimsprecher, Vize-Heimsprecher und die sieben Abgeordneten für die GESV. Der Heimsprecher und der Vize-Heimsprecherwerden in der GESV auch als GESV-Abgeordnete angesehen, sodass es in Haus 1 neun GESV-Abgeordnete gibt.
    2. Die HV kann, außer den in §53.A genannten Ämter, weitere Ämter und Ausschüsse bilden.
    §54 Zusammensetzung
    1. Die HV ist die Vertretung der Heimbewohner eines Hauses.
    2. Stimmberechtigt in der HV sind die jeweiligen Bewohner eines Hauses.
    3. Die HV ist generell heimöffentlich. Auf Antrag kann sie die Heimbewohner der beiden anderen Häuser von der Teilnahme ausschließen.
    §55 Einberufung
    1. Die HV findet spätestens fünf Wochen nach Vorlesungsbeginn eines jedes Semesters während der Vorlesungszeit statt. Sie wird vom Heimsprecher unter Angabe der Tagesordnungspunkte mindestens eine Woche vorher durch Aushang am HSV-Info-Brett (neben dem Fahrstuhl) einberufen.
    2. Wenn der HS es für nötig hält, können weitere HVV'n nach der Prozedur von §55.A einberufen werden.
    3. Bei vorzeitigem Rücktritt von HS und / oder VHS oder auf schriftliches Verlangen (mit Angabe der Tagesordnungspunkte) von mindestens einem Viertel der Stimmberechtigten muss eine außerordentliche HV innerhalb einer Woche vom HS einberufen werden.
    4. Sofern keine HV in den fünf Wochen nach Vorlesungsbeginn stattgefunden hat, muss innerhalb einer Woche nach Bekanntwerden dieser Tatsache eine HV durch die zwei verbliebenden HS der beiden anderen Häuser einberufen werden.
    §56 Arbeitsweise
    1. Die HV ist bei Anwesenheit von mindestens 9 Stimmberechtigten beschlussfähig. Sie wird vom HS geleitet. Der VHS führt über die Versammlung ein Protokoll, das eine Woche später auf den Etagen des jeweiligen Hauses veröffentlicht wird.
    2. Die HV fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Hiervon ausgenommen sind Wahlen. Für Wahlen ist das Kapitel 15 anzuwenden.
    3. Die HV kann keinerlei finanzielle Beschlüsse fassen.
    §57 Vorläufige Beschlüsse
    Die HV kann keine vorläufigen Beschlüsse fassen. Ist sie beschlussunfähig, beruft der HS eine Woche später eine neue HV ein, die automatisch beschlussfähig ist. Diese ist beschlussfähig, unabhängig von der Anzahl der erscheinenden Stimmberechtigten.


    Kapitel 19 - Im Wohnheim ansässige Vereine

    $58 Begriffsbestimmung
    Im Wohnheim ansässige Vereine im Sinne der Heimordnung sind Vereine, die sich im besonderen Maße für die Interessen der Heimbewohner einsetzen. Sie engagieren sich insbesondere für die
    1. Förderung der Kommunikation
    2. Förderung des kulturellen und sozialen Lebens im Studentenwohnheim "An der Schunter"
    Die Bewerbung um eine Mitgliedschaft muss allen Heimbewohnern offen stehen.
    §59 Liste der im Wohnheim ansässigen Vereine
    1. Über die im Wohnheim ansässigen Vereine wird von der HSV eine Liste geführt, die auf geeignete Weise (Webseite der HSV o.ä.) zu veröffentlichen ist.
    2. Um als im Wohnheim ansässiger Verein in die Liste aufgenommen zu werden, muss ein entsprechender Antrag auf der GESV mit einfacher Mehrheit angenommen werden.


    Kapitel 20 - Salvatorische Klausel

    §60 Salvatorische Klausel
    Sollten einzelne Bestimmungen dieser Heimordnung unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt davon die Wirksamkeit der Heimordnung im Übrigen unberührt.